Biodesign

Fotografie
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A.P.P- Advanced Procurement Platform
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Eine Analyse und spekulative Auseinandersetzung mit ethischen Aspekten im Berufsfeld Biodesign

Nach der Welle der Digitalisierung vermuten Experten nun, dass die Biotechnologien der nächste große Schritt in die Zukunft sind. Es wurde bisher viel in biotechnologische Forschung investiert und darauf hingearbeitet, dass sich diese Investitionen bezahlt machen. Darüber hinaus sind viele Technologien günstiger und effizienter geworden und somit auch erreichbarer für andere Bevölkerungsgruppen. Es wird eine große Zahl neuer Produkte und Services erwartet, die auf Biotechnologien basieren. Dazu kann auch die sich neu entwickelnde Disziplin Biodesign gehören, in der Techniken und Materialien Verwendung finden, mit denen sich viele Designer bisher nie auseinandergesetzt haben. DNS, Zellen und Gewebe gehören sonst eher zum Repertoire von Medizinern und Biologen, werden sie nun auch Einzug in Designpraktiken halten?

Das Ziel dieser theoretischen Auseinandersetzung ist es deshalb, das Feld Biodesign zu beschreiben und zu definieren, sowie die Möglichkeiten und Entwicklungen dieser Protodisziplin abzuschätzen. Vor allem, um herauszufinden, wie relevant das Thema für das Feld Gestaltung sein kann. Weiterhin soll eine Bestandaufnahme ethischer Designansätze erfolgen und ein Überblick über bioethische Methoden und Probleme in der Wissenschaft gegeben werden. Es gibt im Design einige Theorien und Ansätze für moralisch und ethisch relevante Praktiken und Arbeitsweisen. Auch in der Bioethik, in der sich schon immer mit Lebendigem beschäftigt wird, können Lösungsansätze vorhanden sein, die sich natürlich auch für einen ethisch vernünftigen Umgang im zukünftigen Biodesign eignen können.

Zu guter Letzt sollen die Arbeiten von Künstlern analysiert werden, die sich mit lebendigen Komponenten und wissenschaftlichen Prozessen in ihren Kunstwerken beschäftigen.

 

Open Online Lab

Im zweiten Teil meiner Masterthesis sollte ein Konzept für eine digitale Anwendung entwickelt werden, die das Erlernen und Verstehen biologischer Techniken unterstützt.

Um den neuen Herausforderungen durch das engere Zusammenwachsen von Biologie und Design gerecht zu werden, können Labore und Universitäten einen Online Vorbereitungskurs in virtuellen Laboren für Studierende geben. Diese dienen hauptsächlich als Einstieg in das Thema und als Vorbereitung auf einen echten Laborbesuch oder einen Praktikumsplatz. Das Konzept des Open Online Lab ist ein Ansatz, diesen Prozess zu unterstützen.

Das Konzept zum Open Online Lab beschäftigt sich hier mit der studentischen Nutzerperspektive dieser Anwendung. Das Gesamtsystem sieht vor, dass es verschiedene Anbieter für dieses virtuelle Labor gibt. Wie zum Beispiel die HAWK, die Studenten Biotechniken vermitteln möchte, um sie auf Biodesign vorzubereiten. Oder ein Biolabor, das über dieses Onlinetraining Entscheidungen zur Praktikantenauswahl treffen möchte. Mit Anbietern aus der freien Wirtschaft zusammenzuarbeiten ist auch vorteilhaft für die Teilnehmer, da sie so Wissen aus erster Hand erhalten können und sich nicht nur auf veraltetes Schulwissen oder irreführende Meinungen im Internet verlassen müssen.

In einem Rollenspiel, bei dem interessierte Designstudenten sich via Point und Click durch einen virtuellen Raum bewegen, werden Quests zu Biotechniken erfüllt, Gegenstände eingesammelt und Biotechniken kennengelernt.